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Notizen sind Wissen: Scratchpad- (OneNote, Evernote & Co) oder Wiki-basierend ?


Motivation

Ich erlebe es nahezu täglich, dass ich in Diskussionen, beim Lesen oder einfach beim Zuhören interessante Fakten aufschnappe, von denen ich weiss, die brauchst Du noch einmal. Wie auch immer man diese Informationen festhält, irgendwann will man sie nutzen und möglichst schnell wiederfinden.

Aus meiner Sicht sind da zwei Ansätze interessant dieses Problem zu lösen: Scratchpad-Anwendungen (s.u.) oder Wiki-Anwendungen. Als Resultat steht eine Knowledge-Base, die einem in allen wichtigen Fragen, Aufgaben und Herausforderungen zur Seite steht. Wenn nicht, gibt es da ja noch den Freundes- oder Kollegenkreis oder eben das Internet bzw. Google 😉

Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich auch eine gewisse Disziplin, neue Erkenntnisse in die Knowledge-Base einzupflegen.

 

Sratchpad

Laut Wikipedia ist der Begriff „Scratchpad“ wie folgt definiert:

Ein Scratchpad bezeichnet ein kleines Computerprogramm zum schnellen Schreiben von Notizen, Einfügen von Zeichnungen und sonstigen Informationen, vergleichbar mit einem konventionellen Notizblock

Geistesblitze, Einkaufslisten, Erinnerungen etc. sind alles Kandidaten für eine Scratchpad App. Es stellt sich also die Frage, was zeichnet die digitale Alternative, gegenüber dem  schnöden, altbackenen Schmierzettel aus? 

Wenn man es recht bedenkt, kann die digitale Lösung dem gute alte Schmierzettel in Sachen Preis, Verfügbarkeit und Einfachheit nicht das Wasser reichen. Schnell hat man einen Zettel (und hoffentlich ein Schreibgerät) zur Hand und wer – bei all der heutzutage üblichen Tipperei – noch leserlich schreiben kann, der hat für Phase 1 „Erfassung der geistigen Ergüsse“ den vermeintlich „goldenen Weg“ gefunden. Für Phase 2 „Verwaltung derselben“ kann das aber schon ganz anders aussehen.

Ich hatte mal nen Kollegen, der alle seine Notizen mit Post-It festgehalten hat. Die gelben Dinger hatte er auf seinem Schreibtisch, am Monitor und an der Wand fixiert. Für den Laien sah das erst einmal ziemlich chaotisch aus, aber, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hatte der Kollege tatsächlich den Überblick nicht verloren. 

 

Nun ist nicht jeder zu solch einer intellektuellen Leistung fähig, zudem sind folgende Gefahren offensichtlich: „Fenster wird geöffnet ==> Postit lernt das fliegen ==> ade Geisteblitz“ oder „Notiz im Büro, bin unterwegs ==> kein remote Zugriff“ oder „Putzfrau hat Anfall, wirft alle Notizen in den Müll ==> Weisheit im Eimer“ etc. 

 

Wir schreiben das Jahr 2012 und die Menschheit hat ihr Hirn funktional um die Auslagerungsspeicher: Smartphone, Tablet oder PC/Laptop erweitert…

 

Die digitale Alternative kann mit folgenden Vorzügen aufwarten:

  • ist leicht mitzunehmen bzw. immer dabei (Smartphone)
  • bietet Verwaltungsfeatures (Suchen, Tags etc.), um sich in dem im Laufe der Zeit zwangsläufig entstehenden Wirr-Warr zurechtzufinden
  • man kann Notizen schriftlich, sprachlich und sogar teilweise visuell (Video) festhalten
  • Synchronisation über verschiedene Medien (PC, Tablets, Smartphone etc.) möglich
  • Übernahme in andere Programme (Textverarbeitung, Grafikprogramme, etc.)
  • Colaboration: kann mit Kollegen, Freunden etc. auf einfache Weise geteilt werden

Ich will aber auch die Nachteile nicht verschweigen, die mir, im Vergleich zur konventionellen Methode, aufgefallen sind:

  • teurer (Geräte, Programme, Zugriff)
  • erfordert Einarbeitungszeit
  • teilweise umständlich in der Bedienung und Eingabe
  • Speicherung teilweise nur oder zusätzlich in einer Cloud (Datensicherheit, Datenschutz etc.) möglich

Im Folgenden soll geklärt werden, in wieweit derzeit verfügbare Scratchpad Apps als Knowledge Base in Frage kommen.

 

Wikis

Vielleicht machen aber auch Wikis mehr Sinn? Eine Analogie zu Wikies aus der „guten alten Zeit“ sind gebundene Lexika, wie etwa der „Brockhaus„. Die Vorteile dieser anno 2012 „archaisch“ anmutenden Methode, um an Informationen zu gelangen, liegt eindeutig in der Qualität und Zuverlässigkeit der Informationen. Aber wie alle Printmedien ist der Preis und die Möglichkeit der Suche bzw. schnell an Informationen zu kommen, eher müßig. Die Schnelllebigkeit von Informationen in der heutigen Zeit, lohnt kaum die Publizierung auf irgendeinem Medium, geschweige denn auf Papier.

Nun gibt es, nach eigenen Angaben, seit 2001 das freie Online-Lexikon „Wikipedia„. Diese Online-Alternative zum guten alten „Brockhaus“ ist nichts anderes als eine Knowledge-Base, die eben die Features, wie Suche und Aktualität bietet. Wikipedia selbst nutzt eine Tool, um sein Wissen zu publizieren: „Wikipedia nutzt zurzeit die MediaWiki-Version 1.20.

Für einige Wiki-Lösungen benötigt man einen Web-Server (z.B. MediaWiki), andere sind als All-In-One-Lösung, also ohne zusätzliche Software, lauffähig, z.B. TiddlyWiki.

 

Kriterien

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von digitalen Notizzetteln, die unter den Stichworten „GTD (Getting Things Done)„, „ToDo„, „Scratchpad“ etc., erhältlich sind und letztendlich alle den konventionellen Datenträger „Butterbrotpapier“ bzw. „Schmierzettel“ ersetzen wollen. Der Gegenkandidat „Wiki“ ist ebenfalls auf allen möglichen Plattformen und mit mehr oder weniger ergonomischen Eingabemöglichkeiten erhältlich.

Folgende Kriterien sind für mich wichtig:

  • Verfügbarkeit
    Die Notizen/Artikel sollen auf allen meinen digitalen Geräten abrufbar und editierbar sein. Wenn nicht direkt durch eine App, dann wenigstens über einen Browser.
  • Handling
    Es soll schnell und möglichst einfach möglich sein meine Ideen festzuhalten (grafisch, visuell, Audio und Video)   .
  • Terminkalenderfunktionalität 
    Es muss möglich sein Notizen als Aufgaben zu kategorisieren und einen Ende-Termin festzulegen.
  • Kosten/Datenmenge
    Die Kosten für die Nutzung und die maximale Datenmenge, die ich in Form von Notizen/Artikel ablegen kann, muss möglichst günstig und hoch sein.
  • Kategorien
    Es muss möglich sein Notizen/Artikel zu kategorisieren, möglichst mit Haupt- und Unterkategorien.
  • Knowledge-Base
    Durch die Möglichkeit seine Notizen/Artikel und Informationen zu kategorisieren, liegt es nahe eine Knowledge-Base aufzubauen 
  • Suchfunktionalität
    Ich will schnell und einfach Informationen zu einem bestimmten Suchbegriff finden können. 
  • Datenaustausch (Collaboration/Import/Export/Cut&Paste) 
    Umfangreiche Notizen/Artikel sollen schnell und einfach in andere Office-Applikationen übernommen werden können. Es sollte relativ einfach möglich sein, die Informationen mit Kollegen oder Freunden auszutauschen. 
  • Hilfe und Support
    Ein Handbuch oder eine Online-Hilfe sollte verständlich und verfügbar sein. Ein Support sollte besonders bei kostenpflichtigen Applikationen zur Verfügung stehen.
  • Zugang bzw. Speicherung (lokal, remote, Format)
    Es muss sichergestellt sein, dass ich ein Backup lokal erstellen und diesen Stand jederzeit wiederherstellen kann.

 

Kandidaten

Ich habe mich, bei der Auswahl der Kandidaten, auf die derzeit populären Plattformen beschränkt, als da wären: Android, iOS, Windows 7/8, Linux (Ubuntu und Derivate). Dabei ist es wichtig, dass eine Applikation nicht nur auf einer Plattform verfügbar ist, sondern auf möglichst Vielen. Wenn nicht, sollte ein Austausch einfach möglichst sein.

Natürlich haben in diesem Punkt alle Web-basierten Applikationen einen Vorteil, aber wenn das Handling und/oder der Funktionsumfang nicht stimmt, ist diese Tatsache kein wirklicher Pluspunkt. Auch wenn sich dank Ajax, JavaScript etc. eine Menge tut, habe ich persönlich noch den Eindruck, dass Webapplikationen den nativen OS-Applikationen in Sachen Funktionalität und Ergonomie „nachhinken“.  Wenn ich mir die aktuellen Microsoft Office-Web-Apps anschaue, wird der Übergang immer fließender und dürfte über kurz oder lang ganz verschwinden bzw. sich ins Gegenteil umkehren.

 

OneNote

Ich habe mir vor längerer Zeit eine Microsoft Office Home and Student 2007 für ca. 100 Euro zugelegt und das Programm „OneNote“ seither viel benutzt. Als native Applikation ist es schon ein absoluter Favorit. Man kann damit schnell und einfach per Cut&Paste alle möglichen Medien in seine Notizen einfügen, per Tags oder mit Abschnitten und Unterabschnitten beliebig schachteln und kategorisieren. Wenn man sich einmal an das Menükonzept von Office 2007 gewöhnt hat, kann man schnell und unkompliziert Notizen erstellen und verwalten.

Dummerweise handelt es sich um die Office 2007 Version und nicht um die derzeit aktuelle 2010 Version. Die 2007er Version ist leider nicht mit Online-Collaboration-Funktionen ausgestattet und zum Datenaustausch kann man leider nur Exportieren und Importieren, oder eine Festplatte mit sich herumschleppen.

Microsoft bietet schon seit längerer Zeit seine Office-Suite auch Online an, da gibt es die kommerzielle Version „Office 365„, oder über Skydrive die freie Version einiger Office Apps (Word, Excel, Powepoint, OneNote). Da ich privat kein Schreibbüro unterhalte, kommt für mich die kommerzielle Version nicht in Frage, evtl. aber die freie Version.

Skydrive ist ein Onlinespeicher, ähnlich Dropbox oder Google-Drive, aber die 7GB kostenlosen Speicherplatz lassen unsereiner aufhorchen. Mittlerweile ist diese Lösung zuverlässig und relativ schnell. Ein Skydrive-Account bietet zudem den kostenlosen Zugriff auf die Online-Office-Apps von Microsoft und das von Windows, Android und iOS:

 

Man kann sich ein OneNote-Notizbuch mit Abschnitten erstellen…

…verfügt über diverse Formatierungsmöglichkeiten…

…und kann sich die Notizen auf Windows, Android und iOS anschauen.

Die iOS-Applikation allerdings stellt die Formatierungen nicht originalgetreu bzw. überhaupt nicht dar. Weitere Nachteile, bei der Nutzung der reinen Online-Applikation sind:

  • Man kann keine Sicherheitskopie erstellen (außer vielleicht mit Office 2010)
  • Die Suchfunktionalität funktioniert (zumindest nach meinem Verständnis) nicht richtig
  • Linux wird nicht direkt (nativ) unterstützt
  • Formatierung sehr eingeschränkt (aber für den Preis durchaus im Rahmen), aber leider nicht originalgetreu auf anderen Plattformen (Android, iOS)
Ich gebe zu, für „umme“ ist das schon ziemlich umfangreich, was Microsoft da anbietet. Allerdings habe ich noch nicht soviel Vertrauen in die Clouds, dass ich denen für einen kostenlosen Service viel in Sachen Backup etc. zutraue. Ich hätte das Ganze schon ganz gerne zusätzlich lokal gesichert. Dass sich Microsoft mit seiner iOS Applikation nicht anstrengt zumindest die Formatierung originalgetreu darzustellen, finde ich armselig und ein Kriterium diese Lösung nicht als Favorit in Betracht zu ziehen.
 
Wie gesagt, was ich hier niederschreibe ist subjektiv und orientiert sich an meinen eigenen Prioritäten!
 

Evernote

Evernote ist als u.a. Webanwendung, Client-Anwendung für Windows,Mac, Android und iOS verfügbar.

Leider finde ich als native Client-App kein Linux als OS darunter 😦

Dann bleibt also nur die Webanwendung und evtl. zusätzlich Web-Browser-Erweiterungen „Evernote Web-Clipper“ für Safari, Chome und Firefox. Damit ist es möglich ganze Webseiten oder Teile daraus in seine Notizbücher aufzunehmen:

In der Webanwendung findet man sich schnell zurecht, die Bedienung ist einfach.

Ein wichtiger Punkt ist für mich die Kategorisierung. Hier kann man mit Schlagwörtern bzw. Tags arbeiten, lieber wäre mir aber eine Art Baumstruktur, ich bin kein Freund von ausufernden Schlagwort-Bibliotheken, die meist dazu führen, für ein Thema, mehrere Schlagwörter zu definieren. Man verliert dann schnell den Überblick. Durch die Verwendung von Kategorien in Form eine Baumstruktur, ist man – meiner Meinung nach – gezwungen eine gewisse Disziplin walten zu lassen.

Ganz oben auf der Liste ist natürlich auch die Backup-Funktionalität. Mein Vertrauen in Cloud-Lösungen für den privaten Einsatz ist, aus einigen Erfahrungen die ich machen musste, gesunken. Wenn man keinen nativen Client besitzt, bleibt einem nur die Web-Anwendung und hier scheint es meines Wissens nach keine Backup-Möglichkeit zu geben. Ich habe mir deshalb den Windows-Client „Evernote v4.6“ heruntergeladen, um zu sehen, ob dieser eine Backup-Möglichkeit bietet. Hier finde ich endlich die gesuchte Backup-Funktionalitat:

Doch Obacht!!! Will man das Ganze wieder importieren, sollte man das ENEX-Format nutzen!!!

Als kleines Schmankerl bietet der Evernote-Client noch eine Integration in Outlook (um EMails zu Notizbüchern hinzuzufügen) und die Möglichkeit OneNote-Notizbücher zu importieren. Das funktioniert ganz gut, bis auf die Tatsache, dass die in OneNote vorhandene hierarchische Struktur (Kategorien bzw. Abschnitte) geplättet wird und durch Schlagwörter ersetzt wird.

Ach so, und da wären ja auch noch die Einschränkungen für die kostenfreie Nutzung! Irgendwo habe ich gelesen, dass das Upload-Kontingent 50 MB beträgt, bei meinem Account waren es sogar 60 MB. Wem das nicht reicht, kann den kostenpflichtigen Premium-Service nutzen.

 

Zim

Über Zim habe ich ja schon Einiges in diesem Blog von mir gegeben: Notizen, Wiki etc.: All-In-One mit “ZIM”. Da sich diesbezüglich nicht viel geändert hat, verweise ich auf den genannten Artikel 😉

 

MediaWiki

Als Vertreter einer Wiki-Lösungen, die einen Web-Server benötigt, habe ich mir „MediaWiki“ angeschaut.

Mit MediaWiki habe ich eine Lösung „gefunden“, die all meine Anforderungen abdeckt. Ich will nicht verschweigen, dass das Handling etwas umständlich ist, dass man einen eigenen LAMP-Server benötigt und dass dieser möglichst über das Web zugänglich ist. Wenn man sich noch die notwendigen Kenntnisse aneignet, kann man bequem und von überall auf seine Knowledge-Base zugreifen. 

Eine gewisse Sicherheit in die Zukunft hat man auch damit erreicht, schließlich nutzt sogar Wikipedia diese Applikation als Basis.

 

TiddlyWiki

Als Vertreter einer All-In-One-Wiki-Lösungen, habe ich mir „TiddlyWiki“ genauer angeschaut.

Der Charme dieser All-In-One-Lösung besteht darin, dass alle Informationen, bis auf Grafiken, in einer einzigen HTML-Datei abgespeichert sind. Der Aufbau und die „Denke“ dahinter, ist ganz gut auf Wikipedia erklärt: http://de.wikipedia.org/wiki/TiddlyWiki

„Technisch gesehen werden die einzelnen „Seiten“ des Wikis in separaten DIV-Blöcken verwaltet, die per DHTML sichtbar gemacht und auch versteckt werden können. Diese Informationsblöcke werden „Tiddler“ (Knirps) genannt und bestehen aus einem Titel, einem Textbereich und einer Tag-Zeile, die Titel inhaltlich zugehöriger Tiddler aufnehmen kann und so (neben herkömmlichen Verweisen innerhalb des Textes) den Aufbau einer hierarchischen Baumstruktur ermöglicht.“ (aus  http://de.wikipedia.org/wiki/TiddlyWiki, 28.12.2012) 

Einen ganz guten Vergleich bzgl. der Formatierung bzw. Markup zwischen „MediaWiki“ und „TiddlyWiki“, kann man unter http://en.wikibooks.org/wiki/TiddlyWiki/Writing finden.

Es gibt eine Vielzahl von TiddlyWiki-basierenden Lösungen (sog. Forks), ein Vergleich ist u.a. bei „gtd.review“ zu finden. Mit tbGTD hat ein ehemaliger Kollege von mir bereits gute und vor allem praxistaugliche Erfahrungen gemacht (siehe Kommentare).

 

Fazit

Natürlich spielen in diesem Zusammenhang auch die technischen Vorkenntnisse eine Rolle. Jemand der Programmieren kann bzw. HTML kennt, kann sich mit Wikis oder anderen CMS-Systemen (Joomla, WordPress etc.) weiterhelfen. Diese sind meist frei verfügbar, haben aber den Nachteil, das die Erfassung von Notizen meist zeitraubend und umständlich ist. Andererseits bietet Microsoft mit der OneNote-App eine einfache und schnelle Alternative, die aber bei genauerem Hinsehen andere Einschränkungen hat. Die vorher genannten Kriterien muss letztendlich jeder für sich selbst priorisieren (Geldbeutel, Vorkenntnisse, etc.), es kann daher keine allgemein gültige Empfehlung geben.

 
2 Kommentare

Verfasst von - Dezember 10, 2012 in Erfahrungsbericht, IT

 

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Notizen, Wiki etc.: All-In-One mit „ZIM“

Notizen, Wiki etc.: All-In-One mit „ZIM“

Post-It ist kein wirklicher Tapetenersatz und nur bedingt „mobil“, zumindest verliert es zunehmend die „Post“ Eigenschaft, wenn es allzu oft den Ort wechselt. Zudem ist der Überblick, ab einer bestimmten Anzahl von Notizen, nur eingeschränkt möglich – ganz zu Schweigen von einer Suchfunktionalität. Was liegt da also näher, Notizen und sonstigen Weisheiten einem Computer anzuvertrauen, auf dass er sie für alle Ewigkeiten festhalte, kategorisiere und schnell auffindbar mache.

Es gibt eine Reihe von Programmen, die sich mehr oder weniger dieser Aufgabe widmen. Einer meiner bisherigen Favoriten war „OneNote“ von Microsoft. Trotz meiner Abneigung, die ich aus verschiedensten Gründen gegenüber dem Hersteller dieses Programms hege, muss ich sagen, hier ist ihm wirklich ein geniales Programm gelungen. Einfach zu bedienen und perfekt an Windows und alle Programme dieses Herstellers angepasst. Dummerweise gibt es das Programm nur für Windows und (eingeschränkt) für iOS und es ist kommerziell.

Auf die mir bisher am Besten erscheinende Alternative, bin ich heute zufällig durch folgendes Tweet gestossen: „Toolbox: Zim Desktop Wiki„. Das Schöne: es ist kostenlos und sowohl auf Windows, wie auch auf Linux verfügbar. Nach meinem ersten Eindruck kann man Kategorien beliebig verschachteln und auch der Umfang ist nur durch die Festplatte begrenzt. Es ist, wenn man auf die Windows-spezifischen Features von OneNote verzichten kann, ein vollwertiger Ersatz und nennt sich „ZIM„.

Um eine wirkliche Mobilität zu erreichen, habe ich mir irgendwann angewöhnt, meine Notizbücher in meinem Dropbox-Konto zu speichern. Das hat mit OneNote perfekt funktioniert. Ich konnte von jedem meiner Windows-Rechner auf die Notizbücher zugreifen. Testweise habe ich mir ein paar Notizbücher für ZIM auf meinem Dropbox-Konto abgelegt. Auch hier funktioniert der Zugriff sowohl von Lubuntu, als auch Windows problemlos.

Eine weitere positive Eigenschaft von ZIM ist das problemlose Copy&Paste von Bildern, Screenshots etc. Warum ich das so betone? Einige der anderen Programme tun sich, insbesondere auf Linux schwer, von der Zwischenablage, Bilder in einen Artikel einzufügen. Oft wird man genötigt, die Bilder erst zu speichern, um sie dann über umständliche Routinen einzufügen. Etwas unausgereift finde ich persönlich die Formatierungsmöglichkeiten: in der von mir verwendeten Version (0.56) kann man beispielsweise nicht beliebige Schriftarten auswählen. Allerdings stellt sich meinerseits die Frage, ob das für ein Notizbuch respektive Wiki, notwendig ist? Das muss ich mir noch überlegen 😉 Andererseits bietet ZIM alle Eigenschaften, die ich von einem Notizbuch/Wiki erwarte:

  • schnelle Eingabe ansprechender Artikel
  • Suchfunktionalität
  • beliebig kategorisierbar
  • Mobilität (z.B. Cloudfunktionalität, wie Dropbox etc.)
  • sinnvolle Plugins (Rechtschreibprüfung, Kalender etc.)
  • muss nicht sein, hat es aber: Versionskontrolle der Ariktel
  • günstig bzw. kostenlos
  • möglichst unabhängig vom Betriebssystem
  • WYSIWYG, also GUI, die darstellt, was am Ende herauskommt

Sollte sich das Programm als mein Favorit herausstellen, werde ich auch gerne meinen freiwilligen Beitrag leisten: http://zim-wiki.org/contribute.html.

Anbei ein paar Screenshots:

 
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Verfasst von - April 19, 2012 in Erfahrungsbericht

 

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Notizen, Wiki etc.: All-In-One mit "ZIM"

Notizen, Wiki etc.: All-In-One mit "ZIM"

Post-It ist kein wirklicher Tapetenersatz und nur bedingt „mobil“, zumindest verliert es zunehmend die „Post“ Eigenschaft, wenn es allzu oft den Ort wechselt. Zudem ist der Überblick, ab einer bestimmten Anzahl von Notizen, nur eingeschränkt möglich – ganz zu Schweigen von einer Suchfunktionalität. Was liegt da also näher, Notizen und sonstigen Weisheiten einem Computer anzuvertrauen, auf dass er sie für alle Ewigkeiten festhalte, kategorisiere und schnell auffindbar mache.

Es gibt eine Reihe von Programmen, die sich mehr oder weniger dieser Aufgabe widmen. Einer meiner bisherigen Favoriten war „OneNote“ von Microsoft. Trotz meiner Abneigung, die ich aus verschiedensten Gründen gegenüber dem Hersteller dieses Programms hege, muss ich sagen, hier ist ihm wirklich ein geniales Programm gelungen. Einfach zu bedienen und perfekt an Windows und alle Programme dieses Herstellers angepasst. Dummerweise gibt es das Programm nur für Windows und (eingeschränkt) für iOS und es ist kommerziell.

Auf die mir bisher am Besten erscheinende Alternative, bin ich heute zufällig durch folgendes Tweet gestossen: „Toolbox: Zim Desktop Wiki„. Das Schöne: es ist kostenlos und sowohl auf Windows, wie auch auf Linux verfügbar. Nach meinem ersten Eindruck kann man Kategorien beliebig verschachteln und auch der Umfang ist nur durch die Festplatte begrenzt. Es ist, wenn man auf die Windows-spezifischen Features von OneNote verzichten kann, ein vollwertiger Ersatz und nennt sich „ZIM„.

Um eine wirkliche Mobilität zu erreichen, habe ich mir irgendwann angewöhnt, meine Notizbücher in meinem Dropbox-Konto zu speichern. Das hat mit OneNote perfekt funktioniert. Ich konnte von jedem meiner Windows-Rechner auf die Notizbücher zugreifen. Testweise habe ich mir ein paar Notizbücher für ZIM auf meinem Dropbox-Konto abgelegt. Auch hier funktioniert der Zugriff sowohl von Lubuntu, als auch Windows problemlos.

Eine weitere positive Eigenschaft von ZIM ist das problemlose Copy&Paste von Bildern, Screenshots etc. Warum ich das so betone? Einige der anderen Programme tun sich, insbesondere auf Linux schwer, von der Zwischenablage, Bilder in einen Artikel einzufügen. Oft wird man genötigt, die Bilder erst zu speichern, um sie dann über umständliche Routinen einzufügen. Etwas unausgereift finde ich persönlich die Formatierungsmöglichkeiten: in der von mir verwendeten Version (0.56) kann man beispielsweise nicht beliebige Schriftarten auswählen. Allerdings stellt sich meinerseits die Frage, ob das für ein Notizbuch respektive Wiki, notwendig ist? Das muss ich mir noch überlegen 😉 Andererseits bietet ZIM alle Eigenschaften, die ich von einem Notizbuch/Wiki erwarte:

  • schnelle Eingabe ansprechender Artikel
  • Suchfunktionalität
  • beliebig kategorisierbar
  • Mobilität (z.B. Cloudfunktionalität, wie Dropbox etc.)
  • sinnvolle Plugins (Rechtschreibprüfung, Kalender etc.)
  • muss nicht sein, hat es aber: Versionskontrolle der Ariktel
  • günstig bzw. kostenlos
  • möglichst unabhängig vom Betriebssystem
  • WYSIWYG, also GUI, die darstellt, was am Ende herauskommt

Sollte sich das Programm als mein Favorit herausstellen, werde ich auch gerne meinen freiwilligen Beitrag leisten: http://zim-wiki.org/contribute.html.

Anbei ein paar Screenshots:

 
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Verfasst von - April 19, 2012 in Erfahrungsbericht

 

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Lubuntu LXDE: Erfahrungsbericht (2) – Meine Software

Lubuntu LXDE: Erfahrungsbericht (2) – Meine Software

Ich habe jetzt seit ca. einen Monat Lubuntu installiert und bin immer noch begeistert. Meine ersten Erfahrungen und Erkenntnisse könnt Ihr unter folgendem Links nachlesen: Lubuntu LXDE: Erfahrungsbericht.

Im Laufe der Zeit habe ich mir einiges an Software dazu installiert, die ich im Folgenden vorstellen möchte:

lxmed: Menüeditor für das Startmenu

SciTE: Notepad++ ähnlicher Texteditor

yEd: schnell und einfach Graphen, Netzwerke und Diagramme zeichnen (2012-05-01)

Freemind: Mindmapper

OpenProj: Projekt Management

ScummVM: Spiele-Engine für Retro-Games

Cheese: Bilder und Videos von der Webcam

Shutter: Bildschirmfotos (Screenshots) aufnehmen und bearbeiten

PiTiVi: Video Editor

TV-Browser: Elektronische TV-Zeitschrift

Conky: System-Monitor

box-look.org: Extra Themes für Openbox

customize.org: Extra Themes für Openbox

dropbox.com: Netzwerk-Dateisystem mit 2GB freiem Speicherplatz

Skype: VOIP-Software

ZIM: Desktop Wiki (Windows + Linux) und kostenloser OneNote Ersatz

Tipps:

Für das Look&Feel sind folgende Befehle interessant:

lxappearance und obconf

und die Links lxmedbox-look.org und customize.org (siehe oben).

Wenn man die Pakete installiert hat, kann man mit folgendem Befehl nach Updates suchen und die Pakete updaten:

sudo apt-get update && sudo apt-get --reinstall install paketname

Links:

https://wiki.edubuntu.org/Lubuntu/Applications

Customizing: gambaru.de

Conky: http://gnome-look.org/content/show.php/Another+conky+config?content=121331

REW: Lubuntu LXDE: Systemmonitor Conky installieren

REW: Lubuntu LXDE: Erfahrungsbericht

REW: ?ubuntu: Auf 64Bit System 32Bit-Kompatibilität herstellenMore than one month ago, I’ve installed Lubuntu and I am still happy with this decision. My first experiences with this operating can be found in post: Lubuntu LXDE: experience report.

After some time I’ve added some additional apps, which I want to present you below:

lxmed: menu editor for the start menu

SciTE: notepad++ like text editor

yEd: drawing diagrams fast, quick and easy (2012-05-01)

Freemind: mind mapper

OpenProj: project management

ScummVM: engine for retro games

Cheese: catch pictures and videos from your webcam

Shutter: screenshot tool

PiTiVi: video editor

TV-Browser: tv guide

Conky: system monitor

box-look.org: additional themes for openbox

customize.org: additional themes for openbox

dropbox.com: network filesystem with a free amount of 2 GByte disk space

Skype: you know it 😉 VOIP app

ZIM: desktop wiki for Windows + Linux and kind of a free MS OneNote alternative

Tipps:

For the look and feel config of your Lubuntu system the following commands might be interesting:

lxappearance and obconf

The following links are also interesting: lxmedbox-look.org and customize.org (see above).

The packages you are installing can be updated with the current version when you use the folling command:

sudo apt-get update && sudo apt-get --reinstall install paketname

Links:

https://wiki.edubuntu.org/Lubuntu/Applications

Customizing: gambaru.de

Conky: http://gnome-look.org/content/show.php/Another+conky+config?content=121331

REW: Lubuntu LXDE: Systemmonitor Conky installieren

REW: Lubuntu LXDE: Erfahrungsbericht

REW: ?ubuntu: Auf 64Bit System 32Bit-Kompatibilität herstellen

 
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Verfasst von - April 7, 2012 in Linux

 

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