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Archiv der Kategorie: IT

Erkenntnisse IT-Berater: „Geiz ist Scheiss“

Erkenntnisse IT-Berater: „Geiz ist Scheiss“

In der Werbung hört man immer wieder den Slogan „Geiz ist geil“, das mag in manchen Fällen stimmen, aber meistens bezahlt man irgendwann für seinen Geiz – das ist zumindest meine Erfahrung. Das gilt sowohl im Alltagsleben, als auch im beruflichen Leben, insbesondere bei IT Projekten.

Ich habe in letzter Zeit immer wieder die Erfahrung gemacht, dass bei IT-Projekten überall gespart wird. Sei es im Projekt-Management, bei den Skills der Mitarbeiter etc. Um zu verdeutlichen, was ich meine, will ich ein paar Fallbeispiele angeben.

Fallbeispiel 1: Fehlende Dokumentation

Ich hatte ein Projekt, bei dem mir gesagt wurde, ich solle nichts dokumentieren, nur realisieren. Es ging dabei um eine relativ komplexe Middleware-Infrastruktur. Ich habe die Anforderungen erfolgreich umgesetzt. Irgendwann, vor dem GoLive, konnte noch etwas Budget freigeschaufelt werden und plötzlich sollte ich doch (nach 6 Monaten) meine Arbeit dokumentieren. 

Ganz ehrlich, ohne eine Dokumentation, möchte ich nicht derjenige sein, der das System betreuen muss. Die Middleware bestand aus ABAP-Proxies, SAP PI, SOAP Adapter, SOAP-Web-Services, REST-Web-Services, LDAP etc. Eine Menge Fehlerquellen also, die nicht einheitlich gemonitored werden können. Zudem gab es keine Anforderungen bzgl. Logging/Tracing – es ging einfach darum, dass die Chose möglichst kostengünstig läuft. Ach ja, und das waren nur die rein technischen „Bedenken“, die mir bei diesem Auftrag im Kopf herumspukten – für den späteren Betrieb war auch die Kenntnis, was den da übertragen wurde wichtig!

Da es, wie gesagt, komplexe Anforderungen gab, konnte man nicht von einem „geraden“ Realisierungsweg ausgehen. Es wurde dies und jenes probiert, man hatte eine geniale Idee, etc. Natürlich merkt man sich nicht alles und nach 6 Monaten geht das eine oder andere verloren. 

Fallbeispiel 2: Fehlendes Projektmanagement

Ich gebe zu, dass ich früher Projektmanagement für nicht unwichtig, aber auch nicht übermässig wichtig hielt – schließlich wird da nichts wirklich realisiert und oft haben die sog. Projektmanager von der eigentlichen Materie nicht viel Ahnung. Diese Meinung habe ich gründlich revidiert, nachdem ich mehrere Projekte ohne Projektmangement „durchlitten“ habe. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass Projektmanagement absolut wichtig ist. Es ist aber auch wichtig, dass der Projektmanager, oder zumindest einer seine „Untergebenen“ technische Kenntnisse besitzen. Es ist zudem wichtig einen Projektplan zu haben und Meilensteine benennen zu könenn. Es ist auch wichtig Arbeitspakete zu schnüren und deren termingerechte Fertigstellung zu überwachen. Je nach Größe des Projektes muss das der Projektmanager oder seine Teamleiter als eine der wichtigsten Aufgaben realisieren.

Fallbeispiel 3: Mangelnde Skills der eigenen Mitarbeiter

Man spart wo man kann, das ist auch gut so, sofern es nicht der eigentlichen Zielsetzung und Unternehmensstrategie widerspricht. Man kann nicht ein Produkt als strategisch wichtig positionieren und von seinen Mitarbeiten verlangen, dass sie die notwendigen Skills von sich aus autodidaktisch erlernen. Das ist „Russisch Roulette“. Man kann natürlich damit Glück haben, aber für eine strategische Planung ist das ziemlich riskant. Die Ausbildung der Mitarbeiter sollte, falls noch nicht vorhanden, auf jeden Fall in das Budget mit eingeplant werden.

Man kann sich die beste (und meist auch teuerste) Software kaufen und customizen, wenn sie aber keiner warten und bedienen kann, bringt das nichts. Die Wartung muss von den eigenen Mitarbeitern sichergestellt oder zumindest koordiniert werden, sonst wird die Software auf Dauer unbezahlbar. Das heisst aber auch, dass die entsprechenden Skills im eigenen Unternehmen vorhanden sind.

Fallbeispiel 4: Überforderung der eingesetzen Software

Ich finde es immer wieder erstaunlich, was manche Kunden in die Middleware „packen“ wollen. Aus meiner fast 20 jährigen Erfahrung im Bereich Middleware kann ich nur sagen, lasst die Middleware mappen und routen, aber packt keine Applikationslogik hinein. Im Bereich SAP PI gibt es dafür die sog. BPE (Business Process Engine). Meine Erfahrung damit ist: langsam, kompliziert und nur schwer wartbar. 

Wenn man die BPE gut kennt, kann man damit technisch viele tolle Sachen machen. Viel Spass beim nächsten Update der Software oder bei Änderungen im Prozess. Man braucht dann Jemanden der sich im Sender, im PI und im Empfänger auskennt. Das kostet, insbesondere dann, wenn man für einen oder mehrere Bereiche externe Firmen einsetzt. Da hatte jemand von Firma A eine geniale Idee, beim Update wird Firma B eingesetzt. Der Berater von Firma B braucht x Tage um zu verstehen, was sich der Berater von Firma A damals überlegt hat…

Man sollte die eingesetzte Software nicht „überfordern“, auch wenn die Hersteller von irgendwelchen übertriebenen Fähigkeiten schwärmen. Jede Software sollte das tun, wofür sie gedacht ist und nicht mehr! Auch, wenn sie das theoretisch könnte! Insbesondere im Bereich Middleware sollte die Software zur Übertragung, Anpassung (Mapping) und Weiterleitung(Routing) eingesetzt werden. Fachliche Feinheiten sollte man der Sender- bzw. Empfängerlogik überlassen. Dafür ist Middleware nicht wirklich vorgesehen.

Für die eingesetzte Software muss es auf Kundenseite, Experten geben, die die betrieblichen Eigenschaften der eingesetzten Software beherrschen. Schließlich will der Kunde die Software einsetzen und verspricht sich einen geschäftlichen Vorteil davon. Zudem geht es dabei meist um eine langanhaltende Betriebsdauer.

Fazit:

Geiz ist Scheiss !!!

 
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Verfasst von - September 14, 2012 in Erkenntnisse, IT

 

Erkenntnisse IT-Berater: "Geiz ist Scheiss"

Erkenntnisse IT-Berater: "Geiz ist Scheiss"

In der Werbung hört man immer wieder den Slogan „Geiz ist geil“, das mag in manchen Fällen stimmen, aber meistens bezahlt man irgendwann für seinen Geiz – das ist zumindest meine Erfahrung. Das gilt sowohl im Alltagsleben, als auch im beruflichen Leben, insbesondere bei IT Projekten.

Ich habe in letzter Zeit immer wieder die Erfahrung gemacht, dass bei IT-Projekten überall gespart wird. Sei es im Projekt-Management, bei den Skills der Mitarbeiter etc. Um zu verdeutlichen, was ich meine, will ich ein paar Fallbeispiele angeben.

Fallbeispiel 1: Fehlende Dokumentation

Ich hatte ein Projekt, bei dem mir gesagt wurde, ich solle nichts dokumentieren, nur realisieren. Es ging dabei um eine relativ komplexe Middleware-Infrastruktur. Ich habe die Anforderungen erfolgreich umgesetzt. Irgendwann, vor dem GoLive, konnte noch etwas Budget freigeschaufelt werden und plötzlich sollte ich doch (nach 6 Monaten) meine Arbeit dokumentieren. 

Ganz ehrlich, ohne eine Dokumentation, möchte ich nicht derjenige sein, der das System betreuen muss. Die Middleware bestand aus ABAP-Proxies, SAP PI, SOAP Adapter, SOAP-Web-Services, REST-Web-Services, LDAP etc. Eine Menge Fehlerquellen also, die nicht einheitlich gemonitored werden können. Zudem gab es keine Anforderungen bzgl. Logging/Tracing – es ging einfach darum, dass die Chose möglichst kostengünstig läuft. Ach ja, und das waren nur die rein technischen „Bedenken“, die mir bei diesem Auftrag im Kopf herumspukten – für den späteren Betrieb war auch die Kenntnis, was den da übertragen wurde wichtig!

Da es, wie gesagt, komplexe Anforderungen gab, konnte man nicht von einem „geraden“ Realisierungsweg ausgehen. Es wurde dies und jenes probiert, man hatte eine geniale Idee, etc. Natürlich merkt man sich nicht alles und nach 6 Monaten geht das eine oder andere verloren. 

Fallbeispiel 2: Fehlendes Projektmanagement

Ich gebe zu, dass ich früher Projektmanagement für nicht unwichtig, aber auch nicht übermässig wichtig hielt – schließlich wird da nichts wirklich realisiert und oft haben die sog. Projektmanager von der eigentlichen Materie nicht viel Ahnung. Diese Meinung habe ich gründlich revidiert, nachdem ich mehrere Projekte ohne Projektmangement „durchlitten“ habe. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass Projektmanagement absolut wichtig ist. Es ist aber auch wichtig, dass der Projektmanager, oder zumindest einer seine „Untergebenen“ technische Kenntnisse besitzen. Es ist zudem wichtig einen Projektplan zu haben und Meilensteine benennen zu könenn. Es ist auch wichtig Arbeitspakete zu schnüren und deren termingerechte Fertigstellung zu überwachen. Je nach Größe des Projektes muss das der Projektmanager oder seine Teamleiter als eine der wichtigsten Aufgaben realisieren.

Fallbeispiel 3: Mangelnde Skills der eigenen Mitarbeiter

Man spart wo man kann, das ist auch gut so, sofern es nicht der eigentlichen Zielsetzung und Unternehmensstrategie widerspricht. Man kann nicht ein Produkt als strategisch wichtig positionieren und von seinen Mitarbeiten verlangen, dass sie die notwendigen Skills von sich aus autodidaktisch erlernen. Das ist „Russisch Roulette“. Man kann natürlich damit Glück haben, aber für eine strategische Planung ist das ziemlich riskant. Die Ausbildung der Mitarbeiter sollte, falls noch nicht vorhanden, auf jeden Fall in das Budget mit eingeplant werden.

Man kann sich die beste (und meist auch teuerste) Software kaufen und customizen, wenn sie aber keiner warten und bedienen kann, bringt das nichts. Die Wartung muss von den eigenen Mitarbeitern sichergestellt oder zumindest koordiniert werden, sonst wird die Software auf Dauer unbezahlbar. Das heisst aber auch, dass die entsprechenden Skills im eigenen Unternehmen vorhanden sind.

Fallbeispiel 4: Überforderung der eingesetzen Software

Ich finde es immer wieder erstaunlich, was manche Kunden in die Middleware „packen“ wollen. Aus meiner fast 20 jährigen Erfahrung im Bereich Middleware kann ich nur sagen, lasst die Middleware mappen und routen, aber packt keine Applikationslogik hinein. Im Bereich SAP PI gibt es dafür die sog. BPE (Business Process Engine). Meine Erfahrung damit ist: langsam, kompliziert und nur schwer wartbar. 

Wenn man die BPE gut kennt, kann man damit technisch viele tolle Sachen machen. Viel Spass beim nächsten Update der Software oder bei Änderungen im Prozess. Man braucht dann Jemanden der sich im Sender, im PI und im Empfänger auskennt. Das kostet, insbesondere dann, wenn man für einen oder mehrere Bereiche externe Firmen einsetzt. Da hatte jemand von Firma A eine geniale Idee, beim Update wird Firma B eingesetzt. Der Berater von Firma B braucht x Tage um zu verstehen, was sich der Berater von Firma A damals überlegt hat…

Man sollte die eingesetzte Software nicht „überfordern“, auch wenn die Hersteller von irgendwelchen übertriebenen Fähigkeiten schwärmen. Jede Software sollte das tun, wofür sie gedacht ist und nicht mehr! Auch, wenn sie das theoretisch könnte! Insbesondere im Bereich Middleware sollte die Software zur Übertragung, Anpassung (Mapping) und Weiterleitung(Routing) eingesetzt werden. Fachliche Feinheiten sollte man der Sender- bzw. Empfängerlogik überlassen. Dafür ist Middleware nicht wirklich vorgesehen.

Für die eingesetzte Software muss es auf Kundenseite, Experten geben, die die betrieblichen Eigenschaften der eingesetzten Software beherrschen. Schließlich will der Kunde die Software einsetzen und verspricht sich einen geschäftlichen Vorteil davon. Zudem geht es dabei meist um eine langanhaltende Betriebsdauer.

Fazit:

Geiz ist Scheiss !!!

 
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Verfasst von - September 14, 2012 in Erkenntnisse, IT

 

Lubuntu LXDE 12.04 und VMWare Player 4.0.3/4.0.4

Lubuntu LXDE 12.04 und VMWare Player 4.0.3/4.0.4

Motivation

Ich hatte in letzter Zeit das Problem, dass sich der VMPlayer (4.0.2) plötzlich und ohne erkennbaren Grund verabschiedet hatte. Es macht nicht wirklich Spass den kleinen Ressourcenfresser immer wieder neu zu starten. Ich habe mich deshalb entschlossen, ihn auf 4.0.3 upzudaten.

Das scheint übrigens kein reines Lubuntu-Problem zu sein, bei Ubuntu 12.04 ist mir das auch passiert. Wenn man im Internet nachschaut werden hier u.a. die neue Gnome Shell bzw. der neue Linux Kernel als Verursacher vermutet.

Update 23.06.2012: Funktioniert auch mit VMPlayer 4.0.4 !

Installation

Wenn man den VMPlayer startet wird man auf das Upgrade hingewiesen. Nach der Bestätigung des Updates, kommt die Meldung:

Nach einem Klick auf den „Install“ Knopf geht die Kompiliererei los – und schlägt fehl:

Gefrickel

Wie man u.a. in folgendem Forum lesen kann: http://communities.vmware.com/message/2028118?tstart=50, muss da noch der Patch „http://communities.vmware.com/servlet/JiveServlet/download/1902218-80055/vmware802fixlinux320.tar.gz“ heruntergeladen werden.

Führt man nach dem Entpacken das Skript „patch-modules_3.2.0.sh“ direkt aus, schlägt es mit folgender Fehlermeldung fehl:

„Sorry, this script is only for VMWare WorkStation 8.0.2 or VMWare Player 4.0.2. Exiting“

Deshalb das Shellskript editieren und „plreqver=4.0.2“ durch „plreqver=4.0.3“ ersetzen, speichern und erneut mit sudo ausführen.

Kommt die Fehlermeldung:

„/usr/lib/vmware/modules/source/.patched found. You have already patched your sources. Exiting“

dann die Datei einfach löschen und einen erneuten Versuch starten:

Fazit

Sodele, jetzt mal das „Ding“ starten und sehen was passiert…

…ich starte testweise die Windows7 VM und warte ab…

Läuft noch, nach einer halben Stunde! Das war bisher immer die „magische“ Grenze, bevor er sich verabschiedete.

Sieht doch schon einmal ganz gut aus 🙂

Links

motivation

I had lately the problem that my VMPlayer (4.0.2) suddenly passed without any apparent reason. To be honest, I did not really enjoy this restart procedure over and over again. Therefore I decided to update it to version 4.0.3.

That does not seem to be a pure Lubuntu problem.In several forums the new Gnome Shell and the new Linux kernel are also mentioned as a reasonable cause.

Update 23.06.2012: Works with VMPlayer 4.0.4 too !

installation

Usually when you start vmplayer, you will be informed that there is a new version available. When you confirm to update your current version, you might get the following message:

That’s not really a surprise, since allways (at least on linux) the vmware modules have to be compiled. If you click on the install button, the following message will come up:

Damned – virtual network device module could not be properly compiled. You can forget to ignore this „warning“, because it will not work. So you have to dig a little bit deeper.

fumbling

(Don’t know if this is the right translation for the german word „Gefummel“, please give me a hint)

After spending a lot of time to progress, I found a hint in http://communities.vmware.com/message/2028118?tstart=50. In short words, you have to download the patch “http://communities.vmware.com/servlet/JiveServlet/download/1902218-80055/vmware802fixlinux320.tar.gz”. Extract it and edit the script “patch-modules_3.2.0.sh” like this:

Please substitude the line „plreqver=4.0.2“ with „plreqver=4.0.3“, save it and run the script. If the error message „/usr/lib/vmware/modules/source/.patched found. You have already patched your sources. Exiting“ occurs, simply delete the mentioned file and try it again. Now it should work 😉

conclusion

In my case I experienced that the vmplayer worked for more than half an hour without problems. So I guess this was the solution for my problem. I would really appreciate, if you could tell me your experiences.

Have fun !

links

 
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Verfasst von - Mai 7, 2012 in IT, Linux

 

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Tipp: XAMPP > LAMPP > automatisch sichern

Tipp: XAMPP > LAMPP > automatisch sichern

Die unter Windows Rechner beliebte LAMP (Linux, Apache, MySQL, PHP) Installation – XAMPP, ist auch für Linux Rechner, unter dem Namen „LAMPP“ verfügbar. Nachdem ich mich in der Vergangenheit mit DynDNS und XAMPP meinen Blog publiziert habe, dachte ich mir, geht das auch auf Linux Basis?

Zuerst habe ich das komplette Windows XAMPP-Verzeichnis gezippt und auf Linux kopiert. Danach habe ich LAMPP installiert und das gesicherte XAMPP-Verzeichnis darauf entpackt. Ging alles problemlos:-)

Mit folgenden Skript (/home/juergen/scripts/jkh_lampp_backup.sh) sichere ich zudem automatisch den Inhalt meiner LAMPP Installation über crontab (LAMPP Installation unter /opt/lampp:

/opt/lampp/lampp stop
TARGET="/media/Medion2/Backup/xampp_aspire/`date +%Y%m%d`_lampp.tar.gz"
tar -zcvf /media/Medion2/Backup/xampp_aspire/lampp.tar.gz /opt/lampp/
mv /media/Medion2/Backup/xampp_aspire/lampp.tar.gz $TARGET
/opt/lampp/lampp start
echo "$TARGET succesfully created"

Der Eintrag in der crontab (jeden Donnerstag um 03:00 Uhr):

00 03 * * 4 /home/juergen/scripts/jkh_lampp_backup.sh

Machen wir uns nix vor, XAMPP und damit auch LAMPP sind unsicher, es ist deshalb sinnvoll seine Websites und Inhalte, regelmäßig zu speichern. Bei einem Crash kann man die gesicherte Datei einfach wiederherstellen.

Links:

Download LAMPP

 
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Verfasst von - März 14, 2012 in IT, Linux, WebServices

 

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Erfahrungsbericht: LinuxMint12 mit KDE oder GNOME Oberfläche

Erfahrungsbericht: LinuxMint12 mit KDE oder GNOME Oberfläche

Ich hab eigentlich schon früher oft mit dem KDE Desktop geliebäugelt und auch immer wieder installiert, meistens aber nach kurzer Zeit wieder durch den Gnome Desktop ersetzt. Beim KDE gefällt mir das Design und die Funktionalität, leider lief das alles auf meinen Rechnern nie wirklich stabil und schon gar nicht schnell – da war Gnome immer im Vorteil.

Jetzt gibt es seit einiger Zeit KDE 4 und Gnome 3 und ich dachte mir, es ist an der Zeit meinen Rechner zu aktualisieren. Meine Wahl fiel auf LinuxMint. LinuxMint ist schick, fortschrittlich und erprobt und aus meiner Sicht so ein bisschen der „Apple“ unter den Ubuntu-basierten Linux-Distributionen.  Erneut habe ich zuerst dem KDE Derivat den Vorzug gegeben.

Nach der Installation habe ich etwas Zeit gebraucht, um mich mit der „verbesserten“ Ergonomie anzufreunden. Danach fand ich Features wie z.B. Aktivitäten etc. doch sehr hilfreich. Und – subjektiv betrachtet – hat man schnell einen ansprechenden Desktop gezaubert. Was mir nicht so gut gefielt war, dass der Desktop immer wieder „einschlief“. Egal welche Tasten und Kombinationen ich drückte, der Desktop hatte keine Lust zu reagieren. Das ist mir auf meinem Dell Vostro 13 und auf meinem Acer Aspire 9300 Laptop relativ oft passiert.

Irgendwann war ich so genervt, dass ich mich entschied doch wieder auf Gnome umzusteigen. Ein professionelles Arbeiten ist mit dem KDE Desktop auf LinuxMint 12 aus meiner Sicht nicht möglich, da man ständig durch das Einfrieren des Desktops behindert wird. Dieses – harte – Urteil fällt mir schwer, da sicherlich viel Arbeit und oft auch Freizeit investiert wurde. Aber was hilft es, wenn man damit nicht arbeiten kann?

Meine Erfahrungen mit Linux sind fast durchweg positiv, aber sobald der Window-Manager ins Spiel kommt, lässt es schnell nach. Ich frage mich, egal ob Gnome, KDE, oder Unity, wo diese teilweise „genialen“ Ideen herkommen. In Unity und Gnome darf ich nichts mehr auf meinem Desktop platzieren, weil sich das nicht so gehört. Jeder sollte wissen, wo er seine Applikationen installiert hat. Ich kann nicht mehr einfach einen Doppelklick auf „LBreakout“ auf dem Desktop machen, nein, ich muss jetzt „LBreakout“ suchen, um es starten zu können.

Mit dieser Einstellung, diesem Diktieren, wird man ganz schnell gegen Windows verlieren. Mir ist es wichtig schnell und effektiv arbeiten zu können. Ich lass‘ mir von keinem vorschreiben, wie ich meinen Desktop zu gestalten habe. Da geb‘ ich lieber ein paar Euro aus und weiß dass es funktioniert. Wenn man sich die Foren im Internet durchliest, kommt immer wieder die Frage: „Warum kann ich meinen Desktop nicht selbst organisieren ?“. Und die ganzen Schlauberger erzählen, weil irgendwann jemand gesagt hat, dass das so sein muss. Wo ist denn bitte die „Freiheit“ geblieben? Mir muss niemand erzählen, wie ich meine Arbeit und damit u.a. meinen Desktop zu organisieren habe. Ich kann das schon selbst.

Diese „Experten“ sind komplett „schmerzbefreit“, ohne zu denken geben sie vor, wie andere (Tausende und Hunderttausende) zukünftig zu arbeiten haben, weil das Ihrer Meinung nach produktiver ist. Das erinnert mich an die ganzen Ernährungsexperten, die auch jahrelang behauptet haben, dass man keine Eier essen soll, weil sonst der Cholesterin-Spiegel steigt, um irgendwann festzustellen, dass das voll die Grütze ist, was sie da erzählen. Wissenschaftlich wäre, zumindest wie ich es kenne, an einer repräsentativen Anzahl von Benutzern, meine Theorie zu erproben und bestätigen zu lassen – das ist scheinbar nicht mehr notwendig.

Ich wünsche mir einen stabilen KDE4 Desktop, das Gnome3 wieder wie Gnome2 funktioniert und, dass Ubuntu den Unity Desktop noch einmal überdenkt und vielleicht dem Benutzer mehr Möglichkeiten bietet den Desktop individuell zu gestalten.

Danke! Das musste ich einmal loswerden!

 
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Verfasst von - März 14, 2012 in IT, Linux

 

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Linux: CPU Temperatur überwachen

Linux: CPU Temperatur überwachen

Motivation

Auf meinem guten alten Aspire 9300 Laptop funktioniert der Lüfter nicht mehr ganz so zuverlässig und wenn er mal anspringt, denkt man er hat „Magenknurren“.  Natürlich werde ich ihn bei Gelegenheit reparieren, aber diese Fehlfunktion hat mich auf die Idee gebracht, eine automatische Alarmierung an alle Terminals zu senden, wenn eine kritische CPU Temperatur überschritten ist.

Die folgende Anleitung wurde auf einem System mit LinuxMint 12, KDE Desktop und 64Bit-Kernel getestet.

Kurzanleitung

Shell-Skript, das die aktuelle CPU Temperatur ermittelt und den Schwellwert (z.B. 60 Grad) überprüft und jede Minute von der crontab ausgeführt wird. Wird der Schwellwert überschritten, wird per „wall“ Befehl eine Nachricht an alle aktiven Terminals gesendet.

Details

Das Shell-Skript „cpu_temp_check.sh“:

#!/bin/bash
# Schwellwert in Grad Celsius:
export THRESHOLD=60
export tempact=`cat /sys/class/thermal/thermal_zone0/temp`
let tempact=$tempact/1000
if [ $tempact -gt $THRESHOLD ]; then
   printf "CPU Temperatur hat mehr als $THRESHOLD Grad erreicht...nAktuelle Temperatur: $tempact Gradn" | wall
fi

Die Temperatur ist auf 60 Grad eingestellt.

Um das Skript ausführbar zu machen, muss man den Befehl „chmod +x cpu_temp_check.sh“ eingeben. Damit das Skript jede Minute automatisch ausgeführt wird, gibt man den Befehl „sudo crontab -e“ ein und fügt in die crontab folgenden Eintrag hinzu:

# jkh: chek CPU temperature every minute
* * * * * /home/juergen/scripts/cpu_temp_check.sh

Fazit

60 Grad, als Schwellwert sind natürlich zu niedrig angesetzt und dienen nur zu Testzwecken – ich denke 85 Grad sind realistisch. Wenn die Meldung erscheint, sollte man sicherheitshalber alle offenen Dateien speichern, weil ab irgendwo über 90 Grad das System automatisch herunterfährt!

 
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Verfasst von - März 11, 2012 in IT, Linux

 

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Linux: USB Festplatten über UUID einhängen

Linux: USB Festplatten über UUID einhängen

Auf die konventionelle Art, bindet man Festplatten unter Unix mit dem Gerätenamen ein, also z.B. „/dev/sda1“. Das ist ok, solange man eingebaute Festplatten verwendet. Bei USB Platten kann es vorkommen, dass diese in unterschiedlicher Anzahl am Rechner hängen, je nach Bedarf. In diesem Fall kann es Sinn machen die UUID der Festplatte anstelle des Gerätenamens zu verwenden. So wird die Partition sicher identifiziert, während der Gerätename unter Umständen beim nächsten Start einer anderen Partition zugeordnet werden kann.

Um die UUID einer Festplatte zu ermitteln, kann man folgenden Befehl verwenden:

sudo blkid

Die Ausgabe sieht dann in etwa so aus:

juergen@aspire ~ $ sudo blkid
/dev/sda1: UUID="c15325d8-3f5a-4d2c-9bf2-c5b782b8de6b" TYPE="ext4"
/dev/sda5: UUID="b4514a9a-41fd-40d9-a38b-150a3a68d385" TYPE="swap"
/dev/sdb1: LABEL="Medion1" UUID="DC9CB62C9CB60156" TYPE="ntfs"
/dev/sdc2: LABEL="Medion2" UUID="1CBCDBF6BCDBC882" TYPE="ntfs"

Woher weiß man jetzt aber, welche USB-Platte zu welchem Gerätenamen gehört. Wenn man Labels für die Festplatten verwendet ist das noch einfach, aber ohne Label wird es schwierig. Eine Möglichkeit besteht darin sich das Syslog über folgenden Befehl anzuschauen:

tail -f /var/log/syslog

Danach steckt man die USB-Platte ein und schaut sich das Syslog an. Hier wird u.a. der Gerätenamen mitgegeben:

Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.338769] scsi 12:0:0:0: Direct-Access     ST1500DL 003-9VT16L       CC4A PQ: 0 ANSI: 0
Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.356713] sd 12:0:0:0: Attached scsi generic sg2 type 0
Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.359739] sd 12:0:0:0: [sdb] 2930277168 512-byte logical blocks: (1.50 TB/1.36 TiB)
Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.364497] sd 12:0:0:0: [sdb] Write Protect is off
Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.364512] sd 12:0:0:0: [sdb] Mode Sense: 23 00 00 00
Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.366508] sd 12:0:0:0: [sdb] No Caching mode page present
Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.366522] sd 12:0:0:0: [sdb] Assuming drive cache: write through
Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.372495] sd 12:0:0:0: [sdb] No Caching mode page present
Mar  7 22:08:29 aspire kernel: [ 4314.372510] sd 12:0:0:0: [sdb] Assuming drive cache: write through
Mar  7 22:08:30 aspire kernel: [ 4314.442567]  sdb: sdb1

Wie man am Ende des Log-Auszugs sehen kann, ist der Gerätename sdb1. Durch den Befehl „sudo blkid“ wissen wir jetzt, dass die UUID der USB-Platte  „DC9CB62C9CB60156“ lautet und dass es eine NTFS Partition ist.

Mit folgenden Eintrag in der „/etc/fstab“ kann diese Platte bzw. Partition fest eingebunden werden:

UUID=DC9CB62C9CB60156   /media/Medion1     ntfs  defaults       0       2
# Am Ende der fstab muss immer noch eine Leerzeile kommen, sonst erhält man die Fehlermeldung: no final newline at the end of /etc/fstab

Nach einem anschließenden „mount -a“ müsste die Platte unter „/media/Medion1“ sichtbar sein.

 
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Verfasst von - März 7, 2012 in IT, Linux

 

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